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Eine gute Adresse für sächsische Boxer

Auch wenn keine Muldentaler am Start sind – die Roßweiner sorgen dafür, dass die Fäuste fliegen.

Roßwein am vergangenen Wochenende. Das Sporthaus Stadtbadstraße. Offensichtlich eine gute Adresse im sächsischen
Boxsport. 54 Faustkämpfer aus über zehn Boxhochburgen des Freistaates sind mit ihren Trainern, Eltern und Fans angereist,
um die Meister der Jugend und Junioren zu ermitteln. Einheimische Starter waren diesmal nicht dabei.
Dennoch sorgten der 80-jährige Abteilungsleiter Horst Merkel sowie der Döbelner Steve Hengst und
ihr Team für einen reibungslosen Ablauf der Titelkämpfe. Vor drei Wochen waren die Muldentaler schon Gastgeber
in den Altersklassen Schüler und Kadetten. Und auch da ging alles problemlos über die Bühne, oder besser den Boxring.Horst und Steve aus DA
„Wir haben uns um die erste Meisterschaft bemüht, ein Zeichen im Nachwuchsboxsport in Roßwein und auch in Döbeln zu setzen“, sagte
Trainer Steve Hengst dem Döbelner Anzeiger. Dass es am Ende zwei Titelkampfwochenenden wurden,
sieht Hengst als positiven Nebeneffekt. „Bei uns klappt das alles relativ reibungslos, weil es gute
Voraussetzungen gibt, und auch mit Andreas Gutowski und Tobias Hinke engagierte Leute zur Verfügung stehen, die unheimlich
viel organisieren.“ So freuten sich Hengst und Merkel darüber, dass die Halle speziell bei den Finals am Sonntag recht ordentlich
besucht war. „Diese ist eigentlich ideal! Nicht zu klein und auch nicht zu groß, als dass sich die Leute verlaufen würden“, so
Hengst, der das sportliche Niveau am vergangenen Wochenende allerdings etwas geringer einschätzte als bei den jüngeren
Boxern im März. „Diesmal gab es einzelne, herausragende Starter, bei den Kadetten war das Niveau aber in der Breite weitaus besser.“
Dass diesmal keine Lokalmatadoren in den Ring stiegen, ärgert Hengst schon etwas. Nicht zuletzt,

weil das in der Halle noch
zusätzlich für etwas Stimmung gesorgt hätte. Doch mit Theo Meißner konzentriert sich ein einheimisches Talent dieser
Altersklasse derzeit auf seine schulische Laufbahn, und der Döbelner Benjamin Freudrich musste verletzt passen.
Dennoch sahen Merkel und Hengst, dass durch die Meisterschaften der Boxsport in der Region doch wieder etwas mehr in den
Mittelpunkt gerückt ist. Hengst: „Das war auch unser Anliegen, einfach um für das Boxteam Roßwein/Döbeln neue Akzente zu
setzen.“ So freut sich Hengst, dass sich sieben, acht kleine „Wichtel“ eingefunden hätten, die in den vergangenen drei Monaten
mit dem Boxen begonnen haben. „Natürlich muss man schauen, die bei der Stange zu halten.“ Das geht zunächst nur über
spielerisches Trainer, weiß Hengst, wobei Andreas Gutowski als Erzieher an einem Hort in Nossen genau das richtige Händchen
dafür hätte. Entsprechend gehe es weiter mit dem Boxsport in der Region, so dass Steve Hengst hofft, bei kommenden
Meisterschaften und Wettkämpfen wieder öfters mit eigenen Startern dabei sein zu können. Das wird sicher bei der Leisniger
Boxnacht anlässlich des Blütenfestes im Mai der Fall sein, wobei die Kampfgemeinschaft auch mit der Ausrichtung eines
Trainingslagers für die sächsischen Starter bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften beauftragt sind. „Es passiert schon
etwas“, sagt Steve Hengst, dem es anzumerken ist, dass er sich freut, dass es im Roßweiner und Döbelner Boxsport eine Perspektive gibt.
Trainingszeiten Roßweiner SV: dienstags 18 bis 19.30 Uhr; donnerstags 17 bis 18.30 Uhr im Sporthaus Roßwein
Trainingszeiten Boxclub Döbeln: montags, mittwochs, freitags von 17 bis 18.30 Uhr in der Boxhalle Döbeln Ost

Text: 10.04.2013 Von Dirk Westphal
Foto: André Braun
Zeitung: Sächsische Zeitung (Döbelner Anzeiger)




 



Autor: Tobias Hinke -- Donnerstag, 25. April 2013; 21:20:56 Uhr

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