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Handball in Roßwein

Im Jahre 1921 wurde durch die Sportfreunde des Turnerbundes und des Turnvereins diese
Sportart nachweislich betrieben,
Mitbegründer dieser Vereine waren die Sportsfreunde Richard Conrad, Lehrer Leopold sowie
die Gebrüder Taubert. Wettkampfstätte waren zwei Sportplätze am Lindenhof
Im Jahre 1932 kam es dann zu einer Vereinigung der beiden Sportvereine. Neben dem
Handballsport wurden auch Faustball und Raffball gespielt.
Durch den zweiten Weltkrieg kam es 1941 zum Erliegen des Sportbetriebes.
Mit Beendigung des Krieges fanden sich ehemalige Handballer zusammen und gründeten eine
neue Mannschaft.Zu den Hauptakteuren gehörten die Sportsfreunde Alfred Ehrhard, Willy Schickhaus und Rudi
Schindler. Spielstätte war weiterhin der Sportplatz am Lindenhof.
So wie in allen Sportarten musste wieder ganz von vorn angefangen werden. Im Jahre 1949
wurden die Bemühungen belohnt und der Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft.
Eine gute sportliche Einstellung, fleißiges Training sowie gute Kameradschaft im Verein, legten
den Grundstein, dass die Mannschaft 1950 den Aufstieg in die Landesliga Sachsen schaffte.
Höhepunkt der sportlichen Leistung war jedoch 1952 der Aufstieg in die DDR-Liga.
Zu den Sportsfreunden gehörten Heinz Krondorf, Herbert Hohenstein, Alfred Ehrhard, Hans
Wiebecke, Willy Schickhaus, Heinz Martin u.a. Bis zum Jahre 1956 konnte die Klasse gehalten werden.
Als die damalige Nationalmannschaft der DDR ihr Trainingslager im Wolfstal bei Roßwein
aufgeschlagen hatte, wurden mehrmals Trainingsspiele untereinander ausgetragen.
Dem Roßweiner Publikum wurde mancher Leckerbissen auf dem Sportplatz am Lindenhof
geboten. Bei Spitzenspielen kamen bis zu 4000 Zuschauern.
Neben dem Männerhandball wurde auch nach dem Krieg mit dem Frauenhandball begonnen.
Auch mit dem Nachwuchs hatten die Roßweiner guten Zuspruch, so dass keinem vor einem
Fortbestehen der Handballzunft bange werden musste.
1963 wurde die Männermannschaft Bezirksmeister, schaffte jedoch den Aufstieg in die DDR-Liga nicht.
Die Tage des Großfeldhandballs waren jedoch gezählt. Bereits 1954 gab es die erste Hallen WM.
1955 wurde das Stadion an der Haßlauer Str. eingeweiht an dessen Fertigstellung die Handballer
erheblichen Anteil hatten.Das Kleinfeld als Vorreiter des Hallenhandballs löste
in den sechziger Jahren das Großfeldspiel ab.
Da Roßwein über keine Sporthalle verfügte, wurde der Kleinfeldplatz mit einer
Flutlichtanlage ausgestattet. Nun war es möglich bis in die Dunkelheit auf dem Kleinfeld zu
trainieren. Im Nachwuchsbereich konnten die Roßweiner auf den Lehrer Kurt Goldammer zurückgreifen,
der immer wieder Kinder für den Handballsport begeisterte.
Aber auch die Sportsfreunde Günter Glöß, Dieter Bichler, Werner Dietze sowie Gottfried
Schubart zeigten ihre Einsatzbereitschaft Kinder bzw. Jugendmannschaften zu betreuen.
Die gute Nachwuchsarbeit zeigte dann auch ihre Früchte. Einige Nachwuchstalente wurden zur
Sportschule nach Leipzig delegiert.
Mit der Wende 1989 kamen wieder schlechte Zeiten für den Handballsport. Zahlreiche Spieler
verließen die Stadt und es viel schwer die Mannschaften spielfähig zu halten.
Nach zwei Jahren hatten sich die Mannschaften wieder gefunden, so dass der Spielbetrieb wieder
reibungslos durchgeführt werden konnte.
Hinzu kam, dass die Stadt den Ausbau der ehemaligen Werkhalle des Schmiedewerkes veranlasste.
Nun endlich konnten die Mannschaften vor eigenem Publikum spielen.
Zu diesem Zeitpunkt spielten drei weibliche und eine männliche Nachwuchsmannschaft im Verein.
Die Frauen behaupteten sich schon seit vielen Jahren in der Bezirksliga.
Die 1 .Männermannschaft kam in der Tabelle der Bezirksklasse über das Mittelfeld nicht hinaus.
Teilweise gute spielerische Leistungen gegen führende Mannschaften standen schwache
Vorstellungen gegen die vermeintlich schwächeren gegenüber.
Durch den Zugang einiger junger Spieler konnte eine zweite Männermannschaft gegründet werden.
Dank der Mitwirkung einiger älterer Spieler konnte die Mannschaft für den Spielbetrieb gemeldet werden.
Das Hauptproblem im Verein ist jedoch die Nachwuchsarbeit.

Gründung einer Spielgemeinschaft
Die Rückläufigkeit von Spielerinnen und Spielern war der der Hauptgrund warum sich die Roßweiner Handballer
Sorgen machten die Spielklasse zu halten.
Da die Handballer aus dem Nachbarort Niederstriegis vor den gleichen Problemen standen, wurde untereinander
Verbindung aufgenommen. Zielstellung sollte es sein aus den beiden Männermannschaften und einer männlichen
C-Jugend eine Spielgemeinschaft zu gründen.
Die von J.Krondorf angeschobene Vereinigung stieß dabei jedoch auf Seiten der Niederstriegiser bei nicht allen
Sportfreunden auf Zustimmung.
So entschließ man sich deshalb 2002 einen Versuch im Nachwuchsbereich zu starten.
Nach dem gelungenen Erfolg, folgte dann im darauffolgenden Jahr die Gründung einer
Spielgemeinschaft mit dem Namen „HSG Muldental 03“.
Als HSG Muldental 03 spielten die Mannschaften fünfzehn Jahre lang im Bezirksmaßstab.
Nach der Gebietsreform wechselte die HSG wenige Jahre später mit einer Frauen und einer Männermannschaft
in den Spielbezirk Chemnitz.
Leider blieb jedoch die Nachwuchsarbeit auf der Strecke liegen und es stand 2017 im männlichen Bereich
nicht mehr genügend Spielermaterial zur Verfügung.
Hinzu kamen zwei schwere Hochwasser, welche die Stadtsporthalle arg zurichtete.
Nach dem ersten Hochwasser 2002, wurde die Halle wieder aufgebaut und war ein fester Bestandteil bei
den guten Heimspielen der HSG, welche von ca. 80 bis 100 Zuschauern besucht wurden.
Als jedoch die Halle, welche direkt an der Freiberger Mulde steht 2013 wieder vom Hochwasser
heimgesucht wurde gab es den nächsten Schock für die Handballspieler.
Nun wurden die Heimspiele vorübergehend in Hainichen ausgetragen.
Altersbeding und aus Familiaren Gründen war die Männermannschaft 2017 nicht mehr spielfähig.
Um neben der Frauenmannschaft weiterhin Handball in der Stadt ansehen zu können, wurde mit
der Gemeinde Pappendorf Verbindung aufgenommen, die eine Männermannschaft im Spielbetrieb hat.
So kam es dann im zweiten Anlauf zur Gründung einer neuen Spielgemeinschaft „HSG Striegis“
Die Spielgemeinschaft HSG Muldental stellte den Spielbetrieb ein.
Die Frauenmannschaft konnte die Zuständigkeit im Spielbezirk halten und spielte neben zwei
Nachwuchsmannschaften wieder als Roßweiner SV.
Dank des Trainers der Frauenmannschaft konnten einige Spielerinnen aus Waldheim überzeugt werden
nach Roßwein zu wechseln und den Spielbetrieb aufrecht zu halten.
Seit fünf Jahren hat J.Krondorf nun wieder begonnen im Nachwuchs etwas anzuschieben.
An der Grundschule wurde zudem 2015 ein Tagesangebot eingerichtet und ein Grundstein
für die Nachwuchsarbeit gelegt.
Im letzten Jahr haben sich mit A.Weichhold  und S.Trommer zwei weitere Sportfreunde bereiterklärt
im Nachwuchsbereich mitzuarbeiten.
So war es möglich im Spieljahr 2017/18 zwei Nachwuchsmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen.
A.Weichhold hat die Durchführung des Ganztagsangebotes übernommen und hält den Kontakt zur Grundschule.
Ein Versuch auch an der Oberschule ein GTA anzubieten blieb jedoch bisher an der Unterstützung der Lehrer hängen.
Es ist ein neuer Anfang gemacht. In der kommenden Saison 2019/20 sollen drei Kindermannschaften am
Spielbetrieb teilnehmen. Bei den Kindern sieht das zahlenmäßig recht vielversprechend aus.
Aber es fehlen noch weitere Übungsleiter um den derzeitigen Trend weiter aufrecht zu erhalten.


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